Weiter geht’s…

Der nächste Tage sollte uns weitere Höhepunkte bescheren, genauer eine ganze Kette von Höhepunkten – genannt die Asietta-Kammstraße (Kz. 404).
Meine Worte vom Vortag haben wohl doch etwas bewirkt, jedenfalls ging es diesmal Ruck-Zuck und die Zelte waren eingepackt und die Autos abmarschbereit. Nur noch schnell den Campingplatz bezahlen und ab nach Oulx (keine Ahnung wie man das ausspricht…) zum einkaufen und Vorräte auffüllen – für die nächste Übernachtung war keine Dusche eingeplant.
Hinter Oulx fuhren wir durch das häßliche Wintersportort Sauze d’Oulx, an der Kapelle Notre Dame des Broussailles und an vom Skizirkus verwüsteten Landschaften vorbei zum Colle Basset (2424m), unseren Einstiegspunkt in die „Assietta“.


Auf der anderen Talseite waren wir vorgestern…


Im Verkehsschilderaufstellen nähern sich die Italiener deutschen Standards…

30km lang zieht sich der Weg auf Höhen zwischen 2000m und 2500m durch die Berge – einfach nur gigantisch…
Links und rechts hat man Ausblicke in das Susa- und das Chisone-Tal, wo 2006 große Teile der olympischen Winterspiele statt fanden.
Ich laß am besten einfach nur die Bilder sprechen…


…rechts wieder die Pyramide des Mont Chaberton…


einsame Wege…


…ziehen sich an der Bergflanke entlang…


Mittagsrast an einem Himmelsauge auf 2500m Höhe…

Nach einer Mittagsrast an einem Hillelsauge auf auf 2500m Höhe gings es dann weiter zu dem der Straße seinen Namen gebenden Testa dell‘ Assietta. Hier fand 1747 eine Schlacht zwischen Franzosen und Spaniern auf der einen und Italienern und Östereichern auf der anderen Seite statt. Später warfen dan die Spanier die Franzosen aus ihem Land und die Italiener die Österreicher – so ist das eben mit den Verbündeten…
„Respektiere deine Feinde – da weist du wenigstens auf welcher Seite sie stehen…“
Jedenfalls gehört diese Schlacht zum Gründungsmythos der Italiener, weswegen dort oben ein Obelisk und Schautafeln stehen.


Schlachtendenkmal auf dem Testa dell‘ Assietta (2567m)…


..da hinten geht die Straße weiter…

Weiter gings auf dem schmalen Weg gen Osten…


Ein Rudel Vitaras…


Stau auf der Assietta…

Am Ende der Piste gönnten wir uns erst einmal einen Kaffee und kauften leckeren Käse auf der Alm, bevor wir noch einen Abstecher auf den Colle delle Finestre (2176m) (Kz. 401) unternahmen. Die Jungs mussten natürlich gleich in die Unterwelt der dortigen Festung rein klettern – ohne richtiges Licht dabei ein waghalsiges und gefährliches Unterfangen.
Ich blieb mit den Mädels draußen – einer musste sich ja um sie kümmern, sollten die Kerle nicht mehr zurück kommen… 😈


Kaffeepause…


Auf dem Festungsdach…

Endstation unseres heutigen Tages sollte ein Rastplatz an der Straße nach Fenestrelle sein. Da wir mit dem Zeltaufbau noch warteten, bis der spärliche Verkehr vollends zum erliegen kam, genoß jeder die Abendstimmung auf seine Weise – die einen nahmen ein Sonnenbad, ein anderer nutzte das Fotolicht und andere schraubten an ihrem Auto… :work:


…drei Damen vom Grill…


Fotolicht…

Dann wurde der Grill angeworfen, die Zelte aufgeschlagen, das obligatorische Lagerfeuer entzündet und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen…

Leider hatte wir am Vortag lesen müssen, daß die Assietta Mittwoch für den motorisieren Verkehr gesperrt sei. Mist, so mußte ich mir eine neue Route für den nächsten Tag zurecht legen. Zunächst ging es dann hinunter nach Fenestelle mit seiner riesigen Festung, die sich über dem kompletten Gebirgshang hinunter zog. Leider gab es keine Führungen oder so etwas. Benny und Yves wären ja gerne mal die 800m lange Treppe innerhalb der Festungsmauern hinauf gelaufen, gleichwohl wie Yves auch leider die ganze Tour über keinen geeigneten See für sein Hochgebirgsbad fand… :bae:
Also beschränkten wir uns auf einen Kaffee und fuhren weiter zum zweiten wichtigen Tagesordnungspunkt: Zigarettenholen… :jump:


…Nein, hier gib es keinen Einlaß…


Festung Fenestrelle, die größte in Europa…

Mehrere Versuche die Hauptstraße nach Sestriere (Kz. 403) zu verlassen scheiterten, so daß wir frustriert bis nach Cesana Torinese durchfuhren um unser Glück am Logo Nero (Kz. 405) zu versuchen. Der See war komplett mit Italienern überlaufen, aber der Weg schraubte sich weiter in die Berge und wir fuhren ihm hinterher. Nach einem Abstecher zu einem Hochplateau, der sich leider als Sackgasse entpuppte ging es in einer Runde über den Colle Bercia zu einer Lichtung mit tollem Ausblick nach Sestriere und Cesana, dort wollten wir unser Nachtlager aufschlagen.
Benny und Simone trennten sich hier von uns – zwei Nächte ohne Dusche waren einfach zu viel…


Schotterpisten…


…und Vitaras…

Leider meinten auch die Fliegen, daß dies ein schöner Ort sei, aber als es dann kühler und dunkler wurde verschwanden diese auch wieder. Zur Abwechslung gab es einmal Pasta – irgendwann hängt einem das Gegrillte einfach zum Halse heraus…


Die Fliegen lieben wohl die Wärme…


Pasta satt…


Campplatz in luftiger Höhe…

…wir fortgesetzt…

]V[ottek